Nicht jede Balkonvariante ist für jedes Gebäude geeignet. Die Wahl hängt von Statik, Platzverhältnissen, Budget und architektonischen Vorgaben ab.
Anbaubalkon – bewährt und stabil
Der Anbaubalkon steht auf eigenen Stützen und wird zusätzlich an der Fassade befestigt. Diese Bauweise verteilt die Last zuverlässig und ist technisch gut erprobt. Sie eignet sich besonders für Gebäude mit ausreichend Platz unterhalb des Balkons und bietet ein gutes Verhältnis von Kosten und Stabilität.
Freitragender Balkon – ohne Stützen, klare Optik
Freitragende Balkone kommen ohne Bodenstützen aus und werden über Konsolen an der Gebäudestruktur befestigt. Sie wirken sehr modern und beeinträchtigen den Raum unterhalb nicht. Die statischen Anforderungen sind jedoch hoch, und die Tiefe ist meist begrenzt.
Hängebalkon – leicht und schwebend
Beim Hängebalkon wird die Konstruktion zusätzlich über Zugstangen oder Stahlseile an der Fassade aufgehängt. Das Ergebnis ist eine optisch sehr leichte Lösung. Auch hier ist die statische Planung anspruchsvoll, und die Abmessungen sind begrenzt.
Vorstellbalkon – unabhängig vom Gebäude
Vorstellbalkone tragen sich weitgehend selbst über eigene Stützen und werden nur minimal mit der Fassade verbunden. Diese Variante ist ideal für Altbauten oder Gebäude mit sensibler Bausubstanz und lässt sich flexibel planen.